Efahrungsberichte

Hier präsentieren wir Ergebnisse und Erfahrungsberichte von Fotografen, die unsere Produkte getestet haben.

TTARTISAN 40mm f/2.8 Macro

OBJEKTIV-ERFAHRUNGSBERICHT 7/2025
Autor: Thorsten Naeser

Zündfunke für die Makrofotografie

Die Welt des Kleinen um uns herum bietet eine enorme Vielfalt an Motiven. Egal, ob man sich für Insekten und Blumen begeistert, oder sich vielleicht einmal Eiskristalle mit der Kamera genauer ansehen möchte, die Makrofotografie eröffnet neugierigen Fotoenthusiasten und -enthusiastinnen eine facettenreiche Welt, die es lohnt, sie zu erkunden. Wer gerne in die Makrofotografie einsteigen möchte, der hat mit dem TTARTISAN 40mm f/2.8 Macro ein hilfreiches Werkzeug zur Hand. Vielleicht ist es der Zündfunke für neue Fotoideen.

Makrofotografie ist eine „Wissenschaft“ für sich. Man taucht ein in den Kosmos des Unscheinbaren und Verborgenen. Die Entdeckungsreise startet mit der Neugierde. Was wuselt da um uns herum, welche Formenvielfalt hat sich die Natur in kleinen Dimensionen ausgedacht? Fragen tauchen auf. Mit der Makrofotografie kann man ihnen auf den Grund gehen. Hilfreich ist da ein verlässliches und zugleich preiswertes Einsteigerobjektiv. Mit dem TTARTISAN 40mm Macro f/2.8 gibt es ein Angebot auf dem Markt, mit dem der Einstieg und das Herantasten an das Sujet gelingen kann. Die Linse ermöglicht einen Abbildungsmaßstab von bis zu 1:1. Objekte, die man fotografiert, werden also auf dem Sensor genauso groß abgebildet wie sie in der Realität sind. Das ist sehr ordentlich für ein Makroobjektiv, das mit einer ordentlichen Lichtstärke von f/2.8 aufwartet. Mit dieser Lichtstärke lassen 

sich im Makrobereich schon ansehnliche Ergebnisse erzielen. Scharfgestellt wird ausschließlich manuell, was in der Makrofotografie durchaus Usus ist, da man bessere Kontrolle über die scharf abgebildeten Bereiche ausüben kann.
Was das Objektiv attraktiv für einen Einstieg in die Makrofotografie macht, ist sein Preis von rund 120,– Euro.

Dennoch macht es einen hochwertigen Eindruck. Die Linse ist klein, kompakt und aus Metall gefertigt. Der Objektivdeckel wird geschraubt, was das Abnehmen etwas verlangsamt und gewöhnungsbedürftig ist. Bei offener Blende hat das Objektiv ein wunderschönes Bokeh im Nahbereich. Die Schärfeleistung ist passabel, aber natürlich nicht vergleichbar mit ähnlichen Kandidaten, die gern mal bis zum 10fachen dieser Linse kosten.

TTARTISAN 40mm f/2.8 Macro
Technische Daten:
Macroobjektiv, geeignet für Sensor-Format APS-C, MFT
Kamerasystem für spiegellose Kameras
Optischer Aufbau (Glieder/Linsen): 8/7
Objektiv-Schalter: Blendenring, Fokusring
Gehäusematerial: Metall
Bajonett Material: Metall
Lichtstärke: 2.8
Brennweite: 40mm
Fokussierung: Manueller Fokus
Naheinstellgrenze: 17cm
Kleinste Blende: 16, größte Blende: 2.8
Filtergewinde: 52mm
Länge: 76mm

TTARTISAN 23mm f/1.4

OBJEKTIV-ERFAHRUNGSBERICHT 6/2025
Autor: Thorsten Naeser

Ein lichtstarker Hingucker

Standartobjektive gibt es wie Sand am Meer. Da muss man sich als Objektivhersteller schon was einfallen lassen, wenn man aus der Masse herausstechen möchte. Mit seinem attraktiv gestalteten 23mm f/1.4 Objektiv, ist das schon alleine optisch dem chinesischen Objektivhersteller TTARTISAN gelungen. Und dann hat die Linse noch diese attraktive Lichtstärke. Grund genug, sich das kompakte Objektiv mal genauer anzuschauen.

Wer den Retro Look an Objektiven mag, der kommt kaum vorbei an dem kleinen TTARTISAN 23mm f/1.4. Mit seinen silbernen parallel zur Objektivachse angeordneten Lamellen, die den Scharfstellring zieren, sticht die Linse sofort ins Auge. Gebaut ist sie aus Metall, was ihr Gewicht im Vergleich zu Plastiklinsen fast „explodieren“ lässt. Das kleine Objektiv wiegt stolze 222 Gramm. Dadurch lässt es vor allem die ebenfalls relativ kleinen und leichten Kameras von Fujifilm viel besser in der Hand liegen. Zu diesen Kameras, von denen viele ebenfalls im Retrostil gehalten sind, passt das Design des TTARTISAN 23mm hervorragend. Die Bilder zu diesem Review entstanden in der Kombination mit der Fujifilm X-T30II. Aber auch an moderner gestalteten Kameras lässt das Objektiv seinen Charme spielen.
Wer gern Streetfotografie oder Stilleben fotografiert, der ist bei dem Objektiv gut aufgehoben. Auch auf Reisen wird es sicher gute Dienste leisten. Die Linse hat nur eine manuelle Scharfstellung, was das Fotografieren signifikant entschleunigt und bewusster gestalten lässt. Zehn Blendenlamellen sind für ein weiches Bokeh verantwortlich. Durch den rastenden Blendenring ist die Wahl der Blendenstufen von f/1.4 bis f/16 gut ausbalanciert. Jede der Stufen ist auf dem Ring markiert und hat einen kleinen Widerstand.

Auf einer Fototour durch das Fünf-Seen-Land nahe den Alpen konnte das TTARTISAN 23mm f1.4 zeigen was es kann. Die Bilder sind bei exaktem Fokussieren scharf, aber nicht überschärft. Das gibt einen schönen Look, den man kaum noch nachbearbeiten muss. Bei Blende f/1.4 kann man Details schön herausarbeiten und freistellen. Dabei hilft auch die attraktive Naheinstellgrenze von 20 Zentimeter, die durchaus schon Makroqualität hat. In Kombination mit den verschiedenen Filmlooks, die Fujifilm in seinen Kameras anbietet, kann man wunderbar mit den Farben spielen, sie mal satter, mal weniger satt erscheinen lassen und damit atmosphärische Fotos schaffen. Das manuelle Scharfstellen tut sein Übriges, sich in vergangene Epochen der Fotografie zurückversetzt zu fühlen und einen wunderbar-kreativen Nachmittag mit dem Ensemble zu verbringen.
Mit seinem lichtstarken 23mm f/1.4 Objektiv hat TTARTISAN ein kleines Kunstwerk geschaffen, das sich perfekt einreiht in die Reihe ihrer Retro-Objektive mit manueller Schärfeeinstellung. Dafür hat sich die Firma in den letzten Jahren durchaus einen Namen gemacht. Dazu kommt: Der Preis ist fast unschlagbar. Rund 120 Euro kostet die Linse. Wer also Freude am entschleunigten Fotografieren hat, sich gern Zeit mit der Kamera nimmt und vielleicht längst vergangenen Zeiten der Fotografie wieder ein Stückchen aufleben lassen will, der sollte sich die kleine Linse einmal genauer ansehen.

TTARTISAN 23mm f/1.4
Technische Daten:
Standartobjektiv, geeignet für Sensor-Format APS-C
Kamerasystem für spiegellose Kameras
Optischer Aufbau (Glieder/Linsen): 8/6
Objektiv-Schalter: Blendenring, Fokusring
Gehäusematerial: Metall
Bajonett Material: Metall
Lichtstärke: 1.4
Brennweite: 23mm
Fokussierung: Manueller Fokus
Zirkulare Blende
Naheinstellgrenze: 20cm
Kleinste Blende: 16, größte Blende: 1.4
Filtergewinde: 43mm
Länge: 40,5mm

TTARTISAN C 35mm f/0.95

OBJEKTIV-ERFAHRUNGSBERICHT 3/2023
Autor: Thorsten Naeser

Lichtriese am Komposthaufen

Mit der extremen Lichtstärke von f/0.95 ist die 35mm Festbrennweite von TTARTISAN die ultimative Lösung für Available Light-Aufnahmen und sorgt mit einem traumhaften Bokeh für eine erstaunliche Bildatmosphäre.

Die dunkelste Zeit des Jahres stellt Fotograf:innen an so machen Tagen vor Herausforderungen. Gutes Licht ist Mangelware, die Sonne versteckt sich hinter grauen Wolken. Ungefiltert lässt sie sich nur ungern blicken. Wenn man es dennoch nicht lassen kann auf Fototour zu gehen, ist es durchaus hilfreich, ein lichtstarkes Objektiv in der Tasche zu haben. Als eine hervorragende Option entpuppt sich das TTARTISAN C 35mm f/0.95. Aufgeschraubt auf eine Fuji X-E4 ist das System nicht nur optisch ein schöner Anblick, sondern auch eine Begleitung, die die Kreativität anregt.

Unter geeigneten technischen Voraussetzungen wird sogar ein Komposthaufen zu einem Spot, der fotografisch eine ziemliche Zeit beschäftigt. In diesem Fall waren es verwelkte Sonnenblumen, die die Aufmerksamkeit erregten. An einigen Stellen ragten sie aus dem von Schnee bedeckten Kompost heraus und setzten tolle Akzente in dem Wirrwarr aus Bioabfällen. Die Sonnenblumen warteten durchaus noch mit etwas Farbe auf, gerade dann, wenn sie noch theatralisch vom weichen Licht der tief stehenden Sonne angestrahlt wurden. So ergab sich ein toller Kontrast zwischen dem kalten Blau des Schnees und den Gelbtönen der verdorrten Überreste des Sommers.

Bis auf 35 Zentimeter kann man mit dem TTARTISAN C 35mm seinen Motiven auf den Pelz rücken. Das ist keine Makrofotografie, es reicht aber in diesem Fall die großen Köpfe der Blumenreste schön in Szene zu setzen. Jetzt kommt die enorme Lichtstärke ins Spiel. Bei Blende 0.95 entwickelt sich plötzlich ein wundervolles Bokeh im Sucher, das den Hintergrund in schönen Strukturen auflöst. Das ist die große Stärke des Objektivs, vor allem dann, wenn man es in der Nacht einsetzt.

 Jedoch auch bei schwierigen Lichtverhältnissen am Tag zeigt es durchaus genau darin seine Stärke. Die verdorrten Köpfe der Sonnenblumen heben sich kunstvoll ab von dem verschneiten Hintergrund.

Das TTARTISAN C 35mm ist ein Objektiv, mit dem man nur manuell fokussieren kann. Das kann man in vielen Fällen durchaus als einen Vorteil ansehen. Denn man fotografiert viel bewusster, wenn man sich selbst darum kümmern muss, bestimmte Bereiche scharf abbilden zu wollen. Man fühlt sich fast ein bisschen zurückversetzt in die Zeit der analogen Fotografie, nicht zuletzt auch aufgrund der Retrooptik der Fuji X-E4 mit dem hochwertig gebauten Objektiv aus Metall.

Immer wieder ergeben sich am Komposthaufen mit den Sonnenblumen neue Perspektiven und Motive. Die Sonne scheint mal direkt auf die Überreste der Blumen, mal indirekt durch die Wolken. Beide Szenarien entwickeln ihren Reiz. Mit dem Objektiv in Kombination mit der kleinen, handlichen Fuji-Kamera ringt man dem Biomüll eine Menge tolle Motive ab. Die Bokehs verändern sich je nach Blickwinkel. Man kommt ins Spielen, Ausprobieren und nicht zuletzt aufgrund der geringen Tiefenschärfe bei f/0.95 sprichwörtlich ins Malen mit Licht.

Das TTARTISAN C 35mm f/0.95 ist zweifelsohne ein Lichtriese für APS-C-Kameras. Das Normalobjektiv gibt es für Sony E, Canon EFM, Canon RF, Nikon Z, L-Mount und Fuji X. Der Preis von 259 Euro ist sehr fair für diese Optik. Einen ganz besonderen Charme entwickelt das Objektiv natürlich durch seinen eleganten Retro-Look im robusten Metallgehäuse und die ausschließliche manuelle Fokussierung.

TTARTISAN C 35mm f/0.95
Technische Daten:
Normalobjektiv, geeignet für Sensor-Format APS-C
Kamerasystem für spiegellose Kameras
Optischer Aufbau (Glieder/Linsen): 5/7
Objektiv-Schalter: Blendenring, Fokusring
Gehäusematerial: Metall
Bajonett Material: Metall
Lichtstärke: 0.95
Brennweite: 35mm
Fokussierung: Manueller Fokus
Zirkulare Blende
Naheinstellgrenze: 35cm
Kleinste Blende: 16, größte Blende: 0.95
Filtergewinde: 52mm
Länge: 50mm